HEIDELBERGER UNIVERSITÄTSKLINIKUM INSTALLIERT VOLLAUTOMATISIERTE LABORSTRASSE

Fortschritt für die Welt der Gesundheit entsteht, wenn eine Jahrhunderte alte Hochschule und ein Unternehmen, das die Grenzen der Diagnostik zu erweitern sucht, sich zusammen tun, um die mikrobiologische Diagnostik neu zu definieren.

Inauguration of Laboratory (from left): Silvia Hardenbol, Business Director Central Europe, BD Life Sciences - Diagnostic Systems; Patrick R. Murray, PhD, Sr. Director, Worldwide Scientific Affairs, BD Life Science - Diagnostic Systems; Irmtraut Gürkan, Business Director, University Hospital Heidelberg; Prof. Dr. Klaus Heeg, Medical Director, Department of Medical Microbiology and Hygiene; Prof. Guido Adler, Chief Medical Director and Chairman of the Board.
Einweihung des Laboratoriums (von links): Silvia Hardenbol, Business Director Central Europe, BD Life Sciences - Diagnostic Systems; Patrick R. Murray, PhD, Sr. Director, Worldwide Scientific Affairs, BD Life Sciences - Diagnostic Systems; Irmtraut Gürkan, Kaufmännischer Direktor, Universitätsklinikum Heidelberg; Prof. Dr. Klaus Heeg, Ärztlicher Direktor, Institut für Infektionskrankheiten, Mikrobiologie und Hygiene; Prof. Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender.

In Zusammenarbeit mit BD in Deutschland hat das Universitätsklinikum in Heidelberg ein vollautomatisiertes Laborautomationssystem BD Kiestra™ TLA (Total Lab Automation) für sein Mikrobiologielabor angeschafft. Das BD Kiestra™-System bietet sowohl für BD als auch für das Heidelberger Universitätsklinikum die Gelegenheit, sich als innovative Partner vorzustellen wenn es darum geht, Krankenhausinfektionen zu reduzieren, indem Mikroorganismen schneller nachgewiesen und analysiert werden und dadurch eine geeignete Behandlung früher eingeleitet werden kann. Dies liegt nicht nur im Interesse der Patienten – es reduziert die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus und die Belastung, die Infektionen für sie mit sich bringen – es werden auch die von Infektionen verursachten Kosten im gesamten Gesundheitswesen reduziert.

Mit der Eröffnung des BD Kiestra™ TLA-Systems startete auch eine andere Initiative für BD und das Universitätsklinikum Heidelberg: eine Studie, die untersuchen wird, inwiefern die Automatisierung dazu beitragen kann, die Verbreitung von Krankheitserregern in Kliniken zu vermeiden und den Umgang mit Antibiotikaresistenzen zu verbessern. Beide sind zentrale Herausforderungen, denen die medizinischen Einrichtungen in Deutschland gegenüberstehen.

Professor Dr. Klaus Heeg, Ärztlicher Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene äußerte sich zum gegenwärtigen Stand von Krankenhausinfektionen und Antibiotikaresistenzen in Deutschland. „Wenn wir den Zeitraum verkürzen können, der zwischen dem Erkennen einer Infektion und dem Nachweis des Bakteriums liegt, das diese Infektion ausgelöst hat, können wir früher mit einer geeigneten Behandlung beginnen. Wir können auch infizierte Patienten schneller isolieren, um das Risiko einer Infektion anderer Patienten zu verringern und sie schneller aus der Quarantäne entlassen, wenn Sie kein Risiko mehr darstellen. Durch Studien haben wir erfahren, dass der Beginn einer angemessenen Behandlung nach einer zügigen Diagnose sowohl die Schwere als auch die Dauer einer Infektion und auch die Heilungszeit pro Patient reduzieren kann. Dies sind die Ziele, auf die wir in den nächsten Jahren hinarbeiten.“

Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, sagt, „Bei unklarer Diagnose werden Patienten isoliert, was Belastungen im Stationsablauf und Kapazitätseinschränkungen bedeutet. Eine schnelle Diagnose ist daher immer auch wirtschaftlich. Die enorm gestiegene Zahl von Laboranforderungen wäre im Übrigen ohne die Automation nur mit Hilfe von Personalaufwuchs zu bewältigen.“