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Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz zu Gast bei BD anlässlich einer Veranstaltung des Wirtschaftsrats der CDU


Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz und Matthias Borst, BDStaatssekretärin macht den Anfang: Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, war der erste hochrangige politische Gast in den neuen BD-Gebäuden in Heidelberg. Bereits vor der offiziellen Einweihung, nämlich am 14. September, konnte BD-Geschäftsführer Matthias Borst die Politikerin begrüßen. Anlass ihres Besuchs war eine Veranstaltung des Wirtschaftsrats der CDU bei BD zu den „Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen - Prävention und Sicherstellung der Versorgung“. Matthias Borst nutzte die Veranstaltung, den Gästen die Diagnostika-Branche, das eigene Unternehmen und dessen Beiträge zum Fortschritt der Labordiagnostik darzustellen.

Die Politikerin machte in ihrer Rede die weitreichenden Folgen des demografischen Wandels deutlich, der sich nicht nur in einem veränderten Krankheitsspektrum widerspiegelt, sondern auch Folgen für die Gesundheitsversorgung insgesamt hat. Fehlende Praxisnachfolger für ausscheidende Ärzte insbesondere auf dem Lande, fehlender Nachwuchs bei Ärzten und Pflegekräften bei einer größer werdenden Zahl älterer Patienten, wachsender Finanzbedarf der gesetzlichen Krankenkassen seien die Herausforderungen, die die Bundesregierung durch ein Gesetzespaket bewältigen wolle. Mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz sei das Finanzierungsproblem angegangen worden, das jetzt diskutierte GKV-Versorgungsstrukturgesetz mit seinen wettbewerblichen Elementen werde die Versorgungsqualität langfristig sichern und Maßnahmen zur Förderung der Krankheitsvorbeugung würden dämpfend auf die Kostenentwicklung einwirken.

Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz sieht unter anderem Anreize für Ärzte vor, sich in unterversorgten Gebieten niederzulassen und erlaubt den kassenärztlichen Vereinigungen, in überversorgten Gebieten Praxen aufzukaufen. Außerdem soll die Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung verbessert werden. Dazu soll auch beitragen, dass Krankenhäuser in Problemgebieten die ambulante spezialärztliche Behandlung übernehmen können. Die Bundesländer, aber auch Patientengruppierungen sollen bei der Bedarfsplanung stärker mitreden können. Als Förderung von Innovationen lobte Annette Widmann-Mauz auch die so genannte Erprobungsklausel. Sie erlaubt es, medizinische und medizintechnische Innovationen schneller, wenn auch zunächst nur befristet, in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen.