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Helmholtz-Schüler proben Kampf gegen Keime.
BD zum fünften Mal Gastgeber von „Jugend denkt Zukunft“


Einem der drängendsten Gesundheitsprobleme der Zukunft haben sich 18 Oberstufen-Schüler des Heidelberger Helmholtz-Gymnasiums angenommen: dem Kampf gegen die immer häufiger auftretenden, lebensbedrohenden multiresistenten Keime. Im Rahmen der Aktion „Jugend denkt Zukunft“ analysierten sie nicht nur, welche Produkte zur Diagnose und Bekämpfung gefährlicher Keime im Jahr 2030 nötig sind, wie sie entwickelt, produziert und verkauft werden. Sie klärten auch ab, ob und welche gesellschaftlichen Widerstände gegen solche Innovationen zu erwarten sind. Am Freitag (20.4.) präsentierten die Gymnasiasten ihre Arbeitsergebnisse bei BD.

Das Medizintechnologie-Unternehmen ist bereits zum fünften Mal Gastgeber dieser seit 2004 bundesweit durchgeführten Kooperation von Schulen und Firmen. Das Innovationsspiel bietet jungen Leuten die Chance, Einblick in die Wirtschaft zu gewinnen und wird daher auch von der Bundesanstalt für Arbeit unterstützt. Vom 16. bis zum 20. April stellte BD nicht nur seine Räume und Einrichtungen zur Verfügung. Seine Fachleute waren auch Ratgeber und Sparringspartner der Schüler, die ihre Visionen mit den Erfahrungen der Praktiker abgleichen konnten.

In dem Innovationsspiel simulierten die Jugendlichen mit Unterstützung der Firmenexperten einen exemplarischen Innovationsprozess: von der Analyse globaler Megatrends über branchenspezifische Tendenzen bis hin zur Entwicklung und Markteinführung eines fiktiven Produkts. Sie lernten auf diese Weise das unternehmerische Handeln aus einer ganz neuen Perspektive kennen.

BD-Geschäftsführer Matthias Borst betonte bei der Präsentation der Arbeitsergebnisse vor Eltern, Lehrern und BD-Mitarbeitern, es sei immer wieder erfrischend zu sehen, mit welch unkonventionellen Ideen die Schüler ohne Scheuklappen an die Problemlösung herangingen. Für BD sei die Beteiligung an der Initiative nicht nur selbstverständliches gesellschaftliches Engagement, sondern auch eine Investition in die Zukunft: „In einer Zeit zunehmenden Fachkräftemangels ist es wichtig, Schülern interessante Berufsfelder vorzustellen. Und es ist hilfreich zu wissen, wie junge Leute denken, wie wir sie ansprechen müssen, um sie als künftige Mitarbeiter zu gewinnen.“

Helmholtz-Schulleiter Siegfried Zedler lobte vor allem die fruchtbare Zusammenarbeit mit BD. „Sie hat schon Tradition und gibt engagierten Schülerinnen und Schülern die Chance, ihr Wissen zu erweitern. So ein Angebot gibt es normalerweise an Schulen nicht.“

Auch die Schüler zeigten sich von dem Projekt begeistert. Sven Rohr (18) sagte: „Bei mir könnten die Erfahrungen beruflich interessant werden. Da ich Medizin studieren will, werde ich mit den Produkten in Kontakt kommen.“  Und Jeaninne Föhner (18) ergänzt: „Ich war vor zwei Jahren schon einmal da und es hat mir gut gefallen. Da musste ich einfach noch einmal kommen.“

Seit 2004 waren nach Angaben der Geschäftsstelle von „Jugend denkt Zukunft“, die beim IFOK-Institut in Bensheim angesiedelt ist, 320 Unternehmen unterschiedlichster Branchen zum Teil mehrfach Gastgeber des Innovationsspiels. Insgesamt sei es 620 Mal durchgeführt worden.


In die Zukunft geblickt: Welche Produkte braucht das Gesundheitswesen des Jahres 2030 zur Bekämpfung gefährlicher Keime, wie werden sie entwickelt und vermarktet? Darüber haben sich 18 Oberstufenschüler des Heidelberger Helmholtz-Gymnasiums  beim Innovationsspiel „Jugend denkt Zukunft“ in der vergangenen Woche den Kopf zerbrochen. Am Freitag (20.4.) stellten sie bei BD, ihre Ergebnisse vor. Olivia Soppa, Sophie Springer, Maysun Naamnih und Katharina Lindner (von links) beispielsweise hatten sich überlegt, wie Keime im Wasser sichtbar gemacht werden. könnten. (Foto: BD/Gaa)